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Workshops (DE) Bochum – 05.03.18 bis 09.03.18

Figurenbau aus Latex


Dozentin: Annekatrin Heyne

 

Der Begriff Gummi bezeichnete ursprünglich Kautschuk oder andere kautschukähnliche Pflanzensäfte (Milchsaft), die beim Eintrocknen durch Polymerisation zu plastisch-elastischen Feststoffen verhärten. Latex ist ein Naturprodukt, ist hochelastisch, zugfest, kälteflexibel und biologisch abbaubar. Weniger bekannt ist aber, dass dieses Naturmaterial schon lange in der Maskenbildnerei und im Theater als „Glatzen- oder Gummimilch“ verwendet wird und sich auch unter Figurenbildnern großer Beliebtheit erfreut.

 

Die Flexibilität des Materials eignet sich besonders gut zum Bau von Mimik- und Klappmaulfiguren, die mit der gummihautartigen Oberfläche eine ganz eigene Ästhetik haben. Die Beweglichkeit in der Physiognomie kann man beim Figurenspiel gezielt einsetzen und den Charakteren dadurch noch besondere Ausdruckskraft verleihen. Zur Anfertigung von Figurenköpfen werden über Tonformen durch Aufpinseln oder Tauchen Schlauchformen aus Latex erzielt. Will man Formen duplizieren, werden Gussformen aus Gips hergestellt, die mehrfach mit Latex ausgegossen werden können. Diese beiden Herstellungsverfahren in Verbindung mit der Bemalung werden Hauptgegenstand des Kurses sein. Außerdem werden uns der weitere Aufbau des Körpers mit Schaumgummi und Stoff sowie die Kostümanfertigung beschäftigen.

 

Latexfiguren sind als charakteristische Solofigur genauso geeignet wie als Mitglied eines Figurenensembles. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann sich im Vorfeld überlegen, welcher Charaktertypus umgesetzt werden soll, und entsprechende Vorlagen und Materialien mitbringen.

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