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Workshops (DE) Bochum – 20.11.17 bis 23.03.18

Wege zur Inszenierung I-IV


Dozent: Horst-Joachim Lonius

 

Der Begriff der Inszenierung wird in der Theaterwelt verstanden als Prozess der Gestaltung, Erprobung und Ordnung ausgewählter Stoffe, Materialien, Handlungen in Raum und Zeit, also allgemein etwas „zur Erscheinung zu bringen“, das im Akt der Aufführung öffentlich wahrnehmbar wird. Der Inszenierungsprozess kann als „eine Erzeugungsstrategie“ bezeichnet werden, mit der das theatrale Kunstwerk hervorgebracht wird.

Der Inszenierungsprozess lässt sich in unterschiedliche Phasen und Tätigkeiten einteilen, wobei von einer Abfolge von Inszenierungsidee, -konzept und -strategie gesprochen werden kann.

Dieser Prozess reicht von der Stoffauswahl und Recherchearbeit bis hin zum Erproben theatraler Vorgänge und Zeichen, Darstellungsoptionen und szenischen Handlungen und zur Festlegung von ästhetischem Format, Dramaturgie, szenischem Ablauf sowie letztlich der Bühnenhandlung.

Inszenierung heißt, dass das ästhetische Potential des Ausgangsstoffes und die Absicht des Regisseurs überführt werden in die Materialität und das Zeichensystem des Theaters. Dieser Prozess hat damit eine planerisch-konzeptionelle, eine experimentelle und eine gestalterische, kompositorische Ebene. Die Inszenierung schaut zukünftige Aufführungen voraus und realisiert sich dann in der konkreten Performation. Inszenierung, das ist ein absichtsvolles auffälliges Herstellen und Herausstellen von Gegenwart.

Der erfahrene Regisseur Horst-J. Lonius bietet in einer mehrstufigen Workshop-Reihe eine Einführung in diese unterschiedlichen Prozesse einer Inszenierung.

Die Workshops richten sich an alle, die eine eigene Inszenierung erarbeiten möchten. Dabei sind Überlegungen und Absichten gefragt, eine weitergehende Vorbereitung ist ausdrücklich nicht notwendig. Die einzelnen inhaltlich und didaktisch aufeinander abgestimmten Workshops werden auf die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen ausgerichtet.

Die optimale Möglichkeit, sich Erfahrungen und Kenntnisse auf diesem Gebiet anzueignen, besteht in der Teilnahme an allen aufeinander folgenden Workshops. Jedoch ist auch die Teilnahme an ausgewählten einzelnen Veranstaltungen möglich.

In vorangegangenen Workshops dieser Reihe sind interessante Inszenierungen und Projekte entstanden, die außerhalb des Kollegs vielfach zur Aufführung kamen, so z.B. „Irische Feenmärchen“; „Mäusehaut“ nach den Gebr. Grimm; „Else Weil genannt Pimbusch“ über eine bedeutende Frau in der Zeit des Faschismus; Jeanne d‘Arc“ nach historischen Quellen; „Der Riesengarten“ nach Oscar Wilde.

 

Das Kompendium ist in folgende Workshops gegliedert:

 

20.11. - 24.11.2017 Inszenierungsprozess I - Konzeption und Planung - Schritte der Vorbereitung

08.01. - 12.01.2018 Inszenierungsprozess II - Inszenierung - Vorgehen und Erfahrungen

05.09. - 09.02.2018 Inszenierungsprozess III - Produktion - Theaterinszenierungen in der freien Szene

19.03. - 23.03.2018 Inszenierungsprozess IV -

Coaching - Schritte zur Aufführung der eigenen Inszenierung

 

Die begrenzte Teilnehmerzahl ermöglicht ein intensives Arbeiten.

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