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Workshops (DE) Warmsen – 07.03.11 bis 10.03.11

Figuren-Familien-Aufstellungen, Tietz

Rollenfindung in der theatralen Erzählform mit Hilfe der Figuren/Familienaufstellung.

Überzeichnend etwas darstellen, auch eigene vermeintlich angenommene Schwächen anerkennen, sie ins Licht bringen, zu Stärken machen.

Die Intensität einer Erzählung mit oder ohne Rollendarstellung ist abhängig von der persönlichen Identifikationsfähigkeit des Protagonisten und je authentischer die (Bühnen)Präsenz sich mit dem Ursprung seiner Wahrhaftigkeit deckt, um so glaubwürdiger wird das Spiel für sich selbst und das Publikum.

Schwindel, mit dem wir zeigen, wie gut wir spielen, schauspielern, lügen können, ist die eine Sache.

Wahrhaftiges Spiel, nämlich das zu sein, was wir gerade darstellen, die andere.

In der Darstellung von Charakteren, Eigenschaften, sowie eigenen Anteilen, ist die Selbstvergessenheit das Absurdum, dass gleichzeitig uns uns näher bringt und uns erweitert.

Es ist die Allseele, die uns, die Protagonisten mit dem Publikum verbindet, in ihr ruht das gesamte Wissen über das Lachen und das Weinen. Sie hilft uns, bei uns selbst anzukommen.

Wir lernen uns, zu erinnern, an das, was schon immer in uns lag, etwas, was allen vertraut ist.

Mit Beispielen von Figuren/Familienaufstellungen dürfen wir unserer Geschichte Ausdruck verleihen: Unseren Rollen aus den Ursprungs- sowie den Gegenwartssystemen, sowie auch Eigenschaften von uns selbst, sowie von anderen.

Die in hellen und dunklen Anteilen enthaltenen Emotionen können mittels bestimmter Techniken, für die Arbeit an der, von uns angestrebten Rolle abgerufen werden (Aufstellung, Strassbergmethode)

 

UND: Es darf gelacht werden: Wir über die anderen, die anderen über uns, wir über uns selbst!

Dieser Kurs begreift sich nicht als Therapie, jeder Teilnehmer steht in seiner eigenen Verantwortung und bestimmt selbst, wo er abgeholt, wie weit er gehen will.

Voraussetzung ist eine Spielidee für eine Erzählung sowie die Absicht, diese authentisch ausdrücken zu wollen.

 

Seminarleitung: Wolfgang Tietz:

Puppentheater Regenbogen, Kulturförderpreis, Regie und Dozententätigkeit

 

 

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